Blockheizkraftwerke
Strom und Wärme selbst erzeugen
Wenn in einer Anlage zugleich Strom (bzw. Kraft) und Wärme erzeugt wird, bezeichnet man das als Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Blockheizkraftwerke (BHKW) sind anschlussfertige Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen im Waschmaschinenformat, die ohne weiteres in jeden Heizungskeller passen. Aufgrund ihrer besonders hohen Effizienz gelten BHKW als ausgesprochen fortschrittlich und umweltfreundlich. Weil dies den Klimazielen der Bundesregierung entgegenkommt, wird diese innovative Heizungstechnologie mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen gefördert.
Als Antrieb für den Stromgenerator des BHKW können Verbrennungsmotoren, aber auch Gasturbinen oder Brennstoffzellen verwendet werden. Die beim Betrieb entstehende Wärme, die in konventionellen Kraftwerken ungenutzt verpufft, ist ein gewünschter Nebeneffekt und wird über Wärmetauscher für Heizung, Warmwasser oder als Prozesswärme im Gewerbe bereitgestellt.
Auf diese Weise lässt sich der übliche Wirkungsgrad von 30-40%, auf 80-95% bei KWK erhöhen und gleichzeitig die CO2-Emission, die bei der Energieumwandlung entsteht, um bis zu 50% reduzieren. Hinzu kommt, dass die Nutzenergie direkt vor Ort erzeugt und verbraucht wird. Somit entfallen die üblichen Transportverluste, die vor allem beim Wärmetransport auftreten.
In der Regel werden Blockheizkraftwerke mit Erdgas, Diesel oder Heizöl betrieben, aber auch erneuerbare Energieträger, wie Biodiesel oder Rapsöl können eingesetzt werden. In Verbindung mit einem Stirlingmotor können sogar Holzpellets für den Betrieb eines Blockheizkraftwerks verwendet werden.
Voraussetzung für den wirtschaftlich sinnvollen Einsatz eines Blockheizkraftwerks ist der gleichzeitige Bedarf an Strom und Wärme, eine möglichst große jährliche Betriebsstundenzahl sowie die Nähe des BHKW zum Endverbraucher. Das alles ist z.B. sowohl in kleineren Mehrfamilienhäusern, Hotels, Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen, als auch in Gewerbebetrieben und anderen Einrichtungen gegeben, wo BHKW mehr und mehr Verbreitung finden.
Der aus dem BHKW erzeugte Strom kann selbst genutzt werden und der überschüssige Strom unproblematisch in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Strom aus Blockheizkraftwerken abzunehmen. Außerdem werden BHKW in Deutschland durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert:
- Für die Anschaffung gibt es einen Investitionszuschuss, der sich nach Größe der Anlage und Zahl der jährlichen Betriebsstunden richtet.
- Für jede Kilowattstunde erzeugten Strom gibt die sogenannte "Kraft-Wärme-Koppelung (KWK)-Stromvergütung" von 5,11 Cent.
- Nach jedem Betriebsjahr wird die auf den verbrauchten Brennstoff gezahlte Energiesteuer zurückerstattet.
Darüber hinaus gewähren einzelne Bundesländer zusätzliche Fördermaßnahmen und die Technik wird auch von einer Reihe von Kommunen sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit eigenen Programmen subventioniert.
Damit auch Sie in den Genuss der innovativen und umweltfreundlichen Technologie von Blockheizkraftwerken kommen, empfehlen wir Ihnen unsere Experten direkt zu kontaktieren.
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